Bienen  und  Menschen

Zwei Bienen schauen zwischen Rähmchenoberträgern hervor

Bienenhaltung


Den Sinn für die Natur bewahren


„Wer sich inmitten der wuchernden Technik noch einen offenen Sinn für die Natur bewahrt hat, dem wird die Einsicht in das Leben der Bienen zu einer Quelle der Freude und des Staunens. Für den Imker bildet sie die Grundlage des Erfolges. Dem Lehrer, der die Liebe zur belebten Welt in jugendliche Seelen pflanzen will, bietet sie den schönsten Stoff.”


Prof. Dr. Karl von Frisch (1886-1982)



Für den Verhaltensbiologen Karl von Frisch blieben die Bienen bis zu seinem Lebensende voller Faszination. Er bemühte sich wie kaum ein anderer um ein Verständnis der Lebenszusammenhänge im Bienenvolk. Dadurch entdeckte er unter anderem die Tanzsprache der Bienen. In gut überlegten, aber einfachen Versuchsanordnungen ließ es sich oft seine Fragen von den Bienen selbst beantworten. Als die Quellen seines Erfolges bezeichnete er Neugierde, Fantasie, Fleiß und Glück.


Die imkerliche Praxis wird heute größtenteils von der Maximierung der Honigerträge dominiert. Die natürlichen Lebensbedürfnisse der Honigbienen geraten dabei leicht aus dem Blickwinkel. Bienenhaltung und Völkerführung im Jahreslauf werden von Imkern in ganz verschiedener Weise praktiziert. Da scheint es manchmal angeraten, wie Karl von Frisch einen Schritt zurückzutreten und die Bienen zu fragen.

Biene schlüpft aus Zelle